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DIE HANDLUNG
Streng genommen besteht der Crime-daheim-Abend aus vier kleineren Einzelstücken, die dem einen oder anderen Zuschauer vielleicht schon bekannt vorkommen könnten. Diese mordsmäßigen Geschichten vom Niederrhein stammen – abgesehen von der Rahmenhandlung – aus der Feder der Dinslakener Autorin Jessica Geiger und sind in verschiedenen Sammelbänden des Leporello- und Emons-Verlags erschienen.
Die Kellergeister entschlossen sich letzten Herbst, begeistert durch zahlreiche Aktionen im Rahmen der Criminale, auch nach der erfolgreichen Darbietung von „Tod auf dem Nil“ dem kriminalistischen Genre treu zu bleiben. Die spannend-humorvollen Kurzkriminalgeschichten vom Niederrhein bringen zum Einen die nötige Portion Lokalkolorit mit, so dass sich jeder Zuschauer mit den Stücken identifizieren können sollte, und zum Anderen bleiben die Kellergeister so auch ihrem Ruf treu, dass man bei ihren Aufführungen auch mal etwas zum Schmunzeln bzw. zum Lachen hat.
Durch die eigens von zwei Kellergeistern geschriebene Rahmenhandlung um Marie Kramer werden die Binnengeschichten miteinander in Beziehung gesetzt, denn die Jungautorin erlebt diese drei Geschehnisse, als sie im Park sitzt und an ihrem neuen Buch arbeiten möchte.
Dieser Abend ist das erste Kooperationsprojekt in der Geschichte der Kellergeister, denn zum ersten Mal werden die Zuschauer nicht nur durch die mittlerweile bekannten und geschätzten Schauspieler unterhalten, sondern das erste Stück „Die zwei Wünsche“ nach dem Einsetzen der Rahmenhandlung wird vom Dinslakener Quartett „Kriminal4“ als Hörspiel inszeniert. Martin Theus und Renate Wirth erzählen die Geschichte des Paares Carla und Jürgen, die eine sehr ausgeglichene Beziehung führen – sie finden sich gleichermaßen unausstehlich.
Er „brütet auf seinen Moneten wie eine Glucke auf ihren Eiern“ und sie „richtet ihre ganze Leidenschaft auf Zimmerpflanzen“, wobei mit den Blumen auch die Mordgelüste immer größer werden. Während die Zuschauer mit den beiden leiden oder sich für sie freuen, untermalt eine auf die Inhalte anspielende Geräuschkulisse die Geschehnisse; spricht Jürgen zum Beispiel davon, dass seine Frau die Kristallsammlung mehr als ihn pflege, hört man im Hintergrund Glas zerspringen. Der Zuschauer wird gebannt von den beiden(!) Mordplänen und folgt ihnen gespannt bis zum unerwarteten Ende.
Nachdem der Zuschauer sich nach dieser Episode trocken-schwarzen Humors in der Pause wieder erholt hat, wird er durch die Jungautorin Marie Kramer zum nächsten Stück „Totensonntag“ geführt. Hier erhält der Zuschauer schockierende Einblicke in die vermeintlich belanglosen und unverfänglichen Gespräche zweier älterer Damen, die sich bei Blutorangentorte, Kaffee und Eierlikör nach dem obligatorischen Friedhofsbesuch in einem Walsumer Café unterhalten. Lassen Sie sich überraschen, was sich Margret Mölleken und Hannelore Hüsken so alles zu erzählen haben.
Die letzte Episode dieses Abends handelt von Menschen im Hotel und was dort so alles passieren kann. Unsere Jungautorin hat gerade die Geschichte der Kellnerin Bianca verarbeitet, als sie durch die Polizei gestört wird, die offenbar zum Hotel am Park möchte. Sie macht sich auf und wird Zeugin eines fast tragischen Falls, bei dem die noch verhältnismäßig aktive Leiche Annemarie Hauser über ihr Begräbnis vor dem gesamten Hochadel philosophiert. Doch warum liegt sie eigentlich in einer Blutlache auf ihrem Bett und lernt diesen smarten Kommissar Alex erst in dieser ausgesprochen misslichen Lage kennen?

Der Zuschauer kann sich auf einen spannend-humorvollen Abend mit trocken-schwarzem Humor freuen, bei dem jeder auf seine Kosten kommen wird. Den Menschen vom Niederrhein sagt man ja eher nach friedlich und freundlich zu sein – Leben und leben lassen; aber ist es hier wirklich so friedlich? Tauchen Sie ein in einen Abend voller Spannung und Witz, der Ihnen den ansonsten idyllischen Niederrhein mal von einer anderen Seite zeigt!